Hochzeit von Juliane & Matthias

20. August 2017

Manchmal trifft man Menschen ganz zufällig. So auch Juliane und Matthias. Durch einen befreundeten Fotografen wurde ich auf die beiden aufmerksam. Ihnen war kurzfristig der Fotograf abgesprungen und sie waren nun händeringend auf der Suche nach einem Fotografen. Kurz nachdem meine Kontaktdaten bei den beiden angekommen waren, landete auch schon eine Mail in meinem Postfach. Sehr schnell war klar: Das Ganze passt – wir treffen uns. So machte ich mich an einem durchwachsenen Tag auf in Richtung Mendig.

Hinter einer dichten Baumgruppe versteckte sich die kleine Wallfahrtskirche Fraukirch. Irgendwie wollte ich dem Navi anfangs ja nicht so recht glauben, dass ich hier richtig bin, dann sah ich aber doch den Kirchturm zwischen den Bäumen herausgucken. Am Ziel angekommen genoss ich erst einmal die Stille. Vögel zwitscherten, während die Sonne zwischen den dicken Wolken hindurchblinzelte. Umgeben von goldenen Feldern duckte sich dieses Kleinod also ganz unauffällig hinter den Bäumen und passte doch so ganz wunderbar in die schöne Landschaft der Eifel.

Hochzeit von Juliane & Matthias in Fraukirch

Während meiner kleinen Erkundungstour trafen dann auch Juliane & Matthias ein. Kaum aus dem Auto ausgestiegen war die Sympathie gleich noch größer. Nennt mich gefühlsduselig, aber ich bin ein Mensch, der Harmonie um sich herum braucht, wie die Luft zum atmen. Eine typische kleine Waage eben. Und ich bin einfach sehr sensibel, was Sympathien angeht. Von meiner Seite aus passte das also direkt. Gemeinsam mit Juliane & Matthias ging es hinein in die kühle Kirche, die sich sehr charmant präsentierte. Schon die kleine Pforte am Seiteneingang lies ja wirklich einiges vermuten, das Innere bestätigte diesen Eindruck umso mehr. Ein wunderschöner geschnitzter Altar aus dem 13. Jahrhundert leuchtete in all seiner Farbpracht und erzählte von der Genovevasage

Keine zwei Wochen später trafen wir uns hier wieder. Matthias war nun nicht mehr so ganz entspannt. Angespannte Vorfreude auf seine Juliane hatte der Lässigkeit erst einmal weichen müssen. Während die Gäste sich nach und nach in die Kirche begeben hatten, warteten wir nun gemeinsam auf die Braut. Die in einem wunderbaren Oldtimer vorgefahren wurde, was dem Bräutigam schon im Vorfeld erst einmal tief Luft holen lies. Als seine Juliane dann schließlich aus dem Auto stieg, konnte auch er nicht mehr umhin: Alle Anspannung fiel von ihm ab und völlig begeistert schaute er sich seine wunderschöne Braut an. Die strahlte ihn an und freute sich nicht nur über ihn, sondern auch über seine Reaktion.

Fraukirch – ein wunderschöner Ort für eine Hochzeit in Mendig

Nach einem kurzen Gespräch mit den beiden Geistlichen, die den ökumenischen Gottesdienst halten sollten, ging es dann in Richtung Portal. Wobei in Fraukirch eher Portälchen passen mag, denn wie auch die Kirche ist es statt erschreckend pompös wunderbar charmant und heimelig. Die Zeremonie war wunderbar gestaltet – einerseits traditionell, andererseits auch erfrischend entspannt und kurzweilig. Eine tolle Mischung, die auch bei den Gästen sehr gut ankam. Schon bald trat das Brautpaar hinaus in die Sonne – hindurch durch ein ganz besonderes Spalier, das die beiden herzhaft zum lachen brachte. Es folgten Gratulationen und während des Sektempfangs das Zersägen des Baumstamms.

Dann nahmen wir uns ein paar Minuten Zeit für das Paarshooting. Zeit für Juliane & Matthias, sich für ein paar Minuten, sich miteinander zu unterhalten und etwas Luft zu holen. Ich liebe diese Momente, denn sie entschleunigen. Das Brautpaar, mich… und für einen Moment habe ich immer das Gefühl, die Erde dreht sich etwas langsamer. Denn schon folgten Gruppenbild und die Fahrt zur Location.

Hochzeit von Juliane & Matthias im historischen Gasthaus Hammesmühle

In der Hammesmühle nahe Schloss Bürresbach trafen Paar und Gäste bald wieder aufeinander. Das historische Gasthaus bot mit seiner Mischung aus alten Mauern und hellem Wintergarten eine wunderbare Mischung. die Terrasse und der große Garten boten allen genügend Raum, um einen wunderbaren Nachmittag und Abend zu verbringen. Während einige die Forellen im Bach beobachteten, nutzten die Kinder die Chance auf dem großen Trampolin und beim Fußball spielen. Dabei landete der Ball mehr als einmal im Fluss. Todesmutig wagte die Brautmama sich dann hinein und rettete den Ball – und damit auch den Spaß der Kinder.

Drinnen wartete ein großes Kuchenbuffet auf die Gäste – und eine Hochzeitstorte, von der ich wahrscheinlich in 30 Jahren noch schwärmen werde. Und von der sich so manch Künditormeister noch etwas abschauen kann. Gezaubert von der Nichte erzählte die Torte eine wunderbare Geschichte. Von Verbundenheit, von Freude, von Liebe. Von Juliane & Matthias. Sie sah nicht nur wunderbar aus, geschmeckt hat sich übrigens auch vorzüglich. Die kleinen Glücksmomente der Hochzeitsfotografen. Denn wenn alle genüsslich am Essen sind, heißt es für uns auch einen Moment durchatmen, die Füße entspannen.

Zu guter Letzt…

Der Tag in und um Wendig herum war ein wunderbares Ereignis. Juliane & Matthias habe ich als ganz wunderbare Menschen kennengelernt. Uns verbindet die Liebe zur Natur, die Liebe zu Tieren… Wahrscheinlich wissen nur wenige Menschen um uns herum, wie besonders die Momente der Dämmerung in einem dichten Wald sein können. Die Stille, das Wispern des Windes in den Bäumen… Ihr Beiden: Noch einmal auf diesem Wege. Ihr seid ganz wunderbare Menschen und ich bin froh, dass wir uns (zufällig) über den Weg gelaufen sind. Ihr erinnert mich an das, was mir – meinem Papa – so wichtig war – und ist. Behaltet das, was Euch bewegt immer in Euren Herzen. Die Liebe für einander, die Liebe zur Natur. Und wie ich schon gesagt habe: Man sieht sich immer öfter im Leben. Da bin ich mir sicher :).

Ein paar Eindrücke der wunderbaren Hochzeit von Juliane & Matthias

Weitere Bilder der Hochzeit findet Ihr hier.

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